Es gibt (immer noch) viel zu tun
Georgenkirche · 10. Juni 2008 · Falk Schüttig
Im Herbst des Jahres 2000 übernahmen wir das Kirchengrundstück der St.-Georgen-Gemeinde in Halle-Glaucha. Als man zu diesem Zeitpunkt die Kirche oder das Gemeindehaus betrat, war sofort klar: hier gab es viel zu tun. Zum Glück fängt das Leben nicht erst an, wenn alles fertig ist. So haben wir angefangen, die Räumlichkeiten Stück für Stück wieder herzurichten. Viel haben wir dabei auch unserem Hausmeister zu verdanken, der sich hier mächtig ins Zeug gelegt hat.
Es geht voran
Einiges haben wir schon erreicht. Zu erst haben wir die Kirche von Schutt und Müllbergen befreit und gesäubert, den Kalkanstrich fertiggestellt etc.. Die provisorische Bühne im hinteren Kirchenschiff ist beseitigt. Der Altar selbst wurde vor ca. vier Jahren mit Mitteln der Stiftung Denkmalschutz teilsaniert, ist aber noch nicht vollständig fertigstellt. Der Altarraum wurde beräumt und mit einer mobilen Bühne versehen. Die elektrische Anlage wurde sukzessive erneuert. Mittlerweile hat sich die Kirche nicht nur als Gottesdienstraum, sondern auch als Veranstaltungsort für Konzerte bewährt. Im Sommer 2006 wurde eine Dauerausstellung über die Geschichte von St. Georgen eingerichtet.
Im Gemeindehaus sind mittlerweile fasst alle große Räume saniert und mit neuer Heizung und E-Anlage versehen. Seit Anfang 2005 steht der Jugendraum im Erdgeschoss zur Verfügung. Flur und Treppenhaus sind weitgehend fertiggestellt. Hier wurden (und werden) die ursprünglichen Ornamente wiederhergestellt. 2006 wurde der Umbau des neuen Küchenbereiches und die Sanierung der Kapelle im Erdgeschoss abgeschlossen. Zum Gemeindegeburtstag am 30. April 2008 ist der neue Sanitärtrakt (neue Toiletten und Duschen) in Betrieb gegangen. Im Juni 2008 wurden schließlich die Fenster in der Kapelle erneuert. Dabei wurde ein Fenster durch eine Glastür ersetzt, so dass die Kapelle nun einen separaten Ein- und Ausgang zur Terrasse hat.
Der Außenbereich ist Stück für Stück von Altlasten (Baumaterialien, Sträucher etc.) befreit worden. Er hat zwischenzeitlich schon so manche Lagerfeuernacht erlebt. Die Fläche am Hintereingang des Gemeindehauses konnte mit Mitteln der “Aktion Mensch” als Terrassenbereich neu gestaltet werden.
Der aktuelle Stand (10. Juni 2008)
Unserer großes Sorgenkind werden wir in diesem Jahr endlich angehen: das Dach des Gemeindehauses. Es ist nach Aussage unserer Architekten in einem bedauernswerten Zustand und nicht zuletzt nach den Stürmen im Januar dringend sanierungsbedürftig. Die Erneuerung wird nach den vorliegenden Kostenschätzungen ca. 64.000 € kosten. Durch eine große Spende der Sparkasse und weitere kleinere Spenden haben wird derzeit etwa ein Drittel dieses Betrages zusammen. Für den Rest sind wir optimistisch…
Außerdem harrt der ehemalige Toilettenbereich im Erdgeschoss einem Umbau. Hier wird ein Büro und Lagerräume entstehen.
Außerdem suchen wir immer noch eine im doppelten Sinne kostengünstige Lösung, um die Kirche in der nächsten Wintersaison beheizen und damit auch nutzen zu können. Der Gemeindesaal hat sich die letzten zwei Wintern als zu klein erwiesen.
Blick in die Zukunft
Wir wissen, wir brauchen noch einen langen Atem. Aber wir haben ein Ziel, in unserem Haus viele glückliche Christen zu sehen. Deshalb wollen wir mit Bedacht und ohne Hektik, aber stetig, den große Arbeitsberg abtragen.
Ein großes Geheimnis für die Bewältigung großer Aufgaben ist Stetigkeit und Treue. Nicht die einmalige Gewaltaktion, sondern das Dranbleiben am Ziel ist für uns wichtig.
Nach der Erneuerung des Daches soll die Decke im Gemeindesaal eine Sanierung erfahren. Und darüber – im Dachgeschoss – sollen dann Unterkünfte gebaut werden, um Gruppen auf dem Gelände besser beherben zu können.
Wenn wir 200 m weiterblicken, haben wir die Franckeschen Stiftungen vor Augen. August Hermann Francke, der ja in Georgen mit seinem großen Werk in Halle begonnen hat, ist uns da auch ein großes Vorbild.
Wie heißt es so schön auf dem Denkmal im Hof der Franckeschen Stiftungen:
Er vertrauete Gott
Tags: · Arbeitseinsatz, Bauen, Dachsanierung, Finanzierung, Gemeindehaus
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