Winterkirche in St. Georgen
Veranstaltungen · 12. November 2008 · Falk Schüttig
Die letzten Jahre standen wir im Herbst immer vor demselben Problem: Der Saal im Gemeindehaus war eigentlich – gemessen am regelmäßigen Gottesdienstbesuch – zu klein. Und die Kirche ist – wie die meisten Kirchen auch – im Winter schlicht und ergreifend zu kalt. Die letzten Jahre haben wir versucht, im Gemeindehaus zusätzliche Kapazitäten zu schaffen – etwa durch eine parallele Übertragung des Gottesdienstes in die darunter gelegene Kapelle. Dieses Jahr beschreiten wir neue Wege: Wir haben die Kirche zur Winterkirche umfunktioniert!
Die Kirche bietet im Vergleich zum Gemeindesaal erheblich mehr Platz. Bis zu 400 Sitzplätze sind dort ohne größere Mühe unterzubringen. Problem nur: Sie ist im Winter aber aufgrund ihrer Höhe, der großen Fläche, dem nicht gedämmten Dach und den nur einfachverglasten Fenstern kaum mit wirtschaftlich vertretbaren Aufwand zu heizen. Dachten wir zumindest. Bis wir uns irgendwann fragten: Warum stellen wir eigentlich kein Zelt in die Kirche? Was wir zunächst als verrückte Idee beseite legten, wurden Laufe der Recherchen Stück für Stück zu einer echten Option. Ein Inhaber einer Verleihfirma brachte uns schließlich auf eine Lösung, die sich sogar noch einfacher und besser in die Kirche integrieren lässt als ein Zelt und dazu noch wesentlich preiswerter ist.
Am 19. Oktober 2008 wurde das Projekt “Winterkirche” in die Tat umgesetzt. Wir haben über Stahlseile, die im Abstand von 1 m gespannt wurden, feuerfesten weißen Stoff gelegt. Auch die offenen Seiten haben wir so verschlossen. Dadurch ist in der Kirche ein circa 12 x 16 m großer und circa 4,20 m hoher abgetrennter Raum entstanden, der bis zu 180 Sitzplätze bietet und mit Warmluftgeräten separat beheizbar ist. Die ersten Gottesdienste haben gezeigt: Diese Lösung ist tatsächlich praxistauglich.
Hier einige Panoramafotos von Markus Händel:
Tags: · Georgenkirche, Gottesdienst, Winterkirche
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